Toni Willibald
44 Jahre, seit 15 Jahren Diabetes, Verwaltungsbeamter
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Die Diagnose war zuerst ein Schock. Bewegung war für mich ein Anker – ein Stück Lebensqualität trotz Diabetes. Ich denke, man muss erst mal die Krankheit akzeptieren. Je besser man über seine Krankheit Bescheid weiß, desto besser kann man auch auf bestimmte Gegebenheiten reagieren. Ich habe meinen Diabetes die meiste Zeit mit der ICT behandelt, seit einem Jahr habe ich eine Insulinpumpe.
Bei mir und meinem Sport ist es ganz wichtig, zu wissen, wann ich meine Insulintherapie oder Insulinmenge wie anpassen oder modifizieren muss. Mit der Pumpe kann man annähernd simulieren, was beim gesunden Körper auch passiert.
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Ganz wichtig ist, dass man ein sehr gutes Arzt-Patienten-Verhältnis hat.
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Wenn ich mich auf den Ötztaler Radmarathon vorbereite, mache ich mir einen Plan: Wann stehe ich morgens auf, wann frühstücke ich, habe ich bestimmte Möglichkeiten, den Blutzucker zu messen, wann könnte es eventuell Insulinprobleme geben? Darauf stelle ich dann sowohl das Insulin ab als auch meine Mahlzeiten während des Rennens und davor. Je besser man sich vorbereitet, desto besser klappt das im Endeffekt natürlich auch. Für Unterzuckerungen habe ich immer eine Trinkflasche mit Kohlenhydraten bei mir.
Die wirken innerhalb von fünf Minuten.

Viele Menschen machen sich Gedanken, wenn man Diabetes hat. Sie sind der Meinung, dass man vielleicht nicht so leistungsfähig ist. Das ist aber Quatsch. Man muss seine Grenzen nur kennen. Beim Blutzuckermessen in der Öffentlichkeit – also zum Beispiel im Restaurant – habe ich das Blutzuckermessgerät nicht direkt offen. Da gucke ich einfach, dass ich im Vorfeld einen guten Blutzuckerwert habe und schätze anhand der Kohlenhydrate, die ich habe, welche Menge an Insulin ich spritzen muss. Wenn ich Probleme hätte, würde ich mal kurz auf Toilette gehen und messen.
Beim Sport messe ich an den Kontrollpunkten. Ich gehe da aber ganz offen mit um.

Mein Rat: Man sollte seine Energie bündeln, denn Diabetes bedeutet Energie!