Guardian® REAL-Time
System zum kontinuierlichen Glukosemonitoring
Häufig gestellte Fragen

Glukosesensoren

Was muss ich bei der Lagerung der Glukosesensoren beachten?
Die Glukosesensoren sind für Temperaturbereiche von 2° C bis 27° C ausgerichtet und sollten nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
Sollte der Sensor versehentlich direkter Sonneneinstrahlung, extremer Hitze oder auch extremer Kälte ausgesetzt werden, sollten Sie den Glukosesensor nicht mehr verwenden.
Vor der Insertion sollte der Glukosesensor Raumtemperatur annehmen – dies kann bis ca. 15 Minuten dauern, je nachdem, bei welcher Temperatur der Sensor gelagert wurde.


Ersetzt das kontinuierliche Glukosemonitoring punktuelle Blutzuckermessungen?
Nein. Patienten und Fachpersonal haben viel Erfahrung mit der Blutzuckermessung; für das kontinuierliche Glukosemonitoring mit dem VEO System oder REAL-Time System sammeln wir diese Erfahrung seit einiger Zeit. Das diabetische Fachpersonal beginnt intensiv, sich mit dieser neuen Therapie-Option zu befassen. Daher ist es wichtig, dass Sie auch weiterhin Blutzuckerselbstmessungen durchführen, um die Sensorwerte vor Beginn der Therapie zu bestätigen, zumal das REAL-Time System zur kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM) von der FDA als Ergänzung zur Blutzuckermessung zugelassen wurde. Diese Zulassung setzt die Blutzuckerselbstmessung zur Therapieanpassung und zur Kalibrierung des Systems voraus. Es ist wichtig, den Nutzen des Systems zum kontinuierlichen Glukosemonitoring zu erkennen: Das System hilft Ihnen zu erkennen, wann der beste Zeitpunkt für die Blutzuckerselbstmessung ist. Ein weiterer Vorteil des kontinuierlichen Glukosemonitorings ist, dass Ihnen jederzeit wichtige Informationen über aktuelle Glukose-Messwerte und –Trenddiagramme zur Verfügung stehen, anhand derer Sie zur Problem-Vermeidung proaktiv Maßnahmen ergreifen können. Aktuelle Glukose-Trendpfeile weisen auf die Richtung und Stärke der Änderungen der Glukosewerte hin. Mit der Verlaufsdarstellung wird es Ihnen möglich, bisher unerkannte Hypo- und Hyperglykämien aufzudecken und so Ihr Diabetes-Management zu verbessern.


Wie lange ist der Glukosesensor haltbar? Gibt es ein Verfallsdatum?
Glukosesensoren haben ein Haltbarkeitsdatum von sechs Monaten nach Herstellung. Das Haltbarkeitsdatum finden Sie außen auf dem Umkarton und auf jeder Einzelverpackung der Glukosesensoren.


Soll ich Blutzuckerwerte oder die Werte aus dem kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM) in den BolusExpert eingeben?
Sie sollten die Blutzuckerwerte in den BolusExpert eingeben. Therapieentscheidungen sind auf Basis der Blutzuckerwerte zu treffen.


Infundiert der Glukosesensor Insulin?
Der Glukosesensor misst die Glukosewerte in der Zwischenzellflüssigkeit des Unterhautfettgewebes und infundiert kein Insulin. Auch die Insulingabe durch die Insulinpumpe wird durch die Messung nicht automatisch veranlasst. Das Insulin wird über ein herkömmliches Infusionsset appliziert, dass ungefähr 5 cm von der Insertionsstelle des Glukosesensors entfernt angelegt werden sollte. Der BolusExpertTM liefert Bolusvorschläge für die über den Tag benötigten Insulingaben, nachdem Sie zur Kalibrierung einen Glukosewert aus einer herkömmlichen Blutzuckerselbstmessung eingeben haben.


Was ist ein Glukosesensor?
Der Glukosesensor ist eine winzige Elektrode, die bis zu 144 Stunden getragen werden kann. Nach einer zweistündigen Bereitstellungsphase misst der Glukosesensor die Glukosewerte in der Zwischenzellflüssigkeit, in der die Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen wie der Glukose versorgt werden. Der Glukosesensor wird entweder durch den Patienten selbst, oder durch Diabetes-Schulungsteams in das Unterhautfettgewebe mit Hilfe der automatischen Insertionshilfe Sen-serter® eingeführt. Wie bei den zahlreichen Infusionssets wird der Glukosesensor über eine Nadel eingeführt, aber diese wird entfernt und die winzige, weiche Elektrode verbleibt direkt unter der Haut. Dann wird der Glukosesensor mit dem Transmitter verbunden, so dass die Messwerte vom Glukosesensor auf Ihre Insulinpumpe übertragen werden können.


Muss ich wegen der möglichen Abweichung zwischen Sensorglukose und Blutzuckerselbstmessung besonders aufpassen oder beunruhigt sein?
Nein. Wichtig sind neben den aktuellen Werten die Trend-Informationen, die Sie mit den VEO oder REAL-Time -Systemen erhalten. Auch wenn die Blutzuckerwerte bisher der Standard für die Diabetes-Therapie waren, sollten Sie beachten, dass diese Messwerte variieren können. So ist es zum Beispiel unwahrscheinlich, dass zwei aufeinander folgende Blutzuckermessungen übereinstimmen. Die Chancen stehen also schlecht, wenn Sie die Werte aus zwei verschiedenen Messungen miteinander vergleichen. Perfekt zusammenpassende Werte - gleichgültig, ob sie aus der Blutzuckermessung oder dem CGM System stammen - sind eher unwahrscheinlich. Sollten Ihre Werte aus der Sensormessung stark von den Werten aus der Blutzuckerbestimmung abweichen, kann es sein, dass Ihr Glukoseverlauf stark schwankt. Es kann aber auch sein, dass Sie eine Stunde, nachdem Sie etwas gegessen haben, feststellen, dass der Glukosewert des Sensors und der aus der Blutzuckermessung wesentlich besser übereinstimmen. Der Vorteil des kontinuierlichen Glukosemonitorings ist, dass Ihnen jederzeit wichtige Informationen über aktuelle Glukose-Messwerte und -Trenddiagramme zur Verfügung stehen, anhand derer Sie zur Problem-Vermeidung proaktiv Maßnahmen ergreifen können. Aktuelle Glukose-Trendpfeile weisen auf die Richtung und Stärke der Änderungen der Glukosewerte hin. Mit der Verlaufsdarstellung wird es Ihnen möglich, bisher unerkannte Hypo- und Hyperglykämien aufzudecken und so Ihr Diabetes-Management zu verbessern.


Transmitter

Was ist ein Transmitter?
Der MiniLink REAL-Time Transmitter wird an den Glukosesensor angeschlossen und mit einem Pflaster an der Haut befestigt. Er ist Teil des Guardian REAL-Time bzw. des MiniMed Paradigm VEO Systems oder REAL-Time Systems und sendet die Daten vom Glukosesensor alle fünf Minuten drahtlos per Funk an den Guardian Monitor bzw. die Insulinpumpe.


Welche Batterien sind für den Transmitter erforderlich?
Keine - Für einen bequemen dauerhaften Einsatz ist der MiniLink REAL-Time Transmitter wiederaufladbar. Nach einem Aufladen von etwa 30 Minuten kann der Transmitter bis zu sechs Tage verwendet werden.

Welche Lebensdauer hat der Transmitter?
Der Transmitter beinhaltet wiederaufladbare Akkumulatoren mit der Lebensdauer von rund einem Jahr. Wegen des eingebauten Akkus sollte der Transmitter nicht über den Hausmüll, sondern entsprechend den Recycling-Vorschriften über den Sondermüll entsorgt werden


Wie merke ich, wenn die Akkuleistung des Transmitters leer wird?
Der Ladezustand des Akkus wird über die Insulinpumpe mit dem Hinweis „TRANSM. SCHWACH“ angezeigt. Von der ersten Warnmeldung bis zur vollständigen Entleerung der Batterie können Sie den Transmitter noch fünf Tage durchgehend verwenden. Dann erhalten Sie die Warnmeldung „TRANSM. SCHLECHT“ , d.h. der Akku ist komplett entleert.


Wie groß ist der Betriebsbereich zwischen Transmitter und Insulinpumpe?
Für die problemlose Datenübertragung per Funk müssen sich Transmitter und Insulinpumpe in einem Bereich von ungefähr zwei Metern befinden.


Was passiert, wenn die Entfernung zwischen Transmitter und Insulinpumpe zu groß wird?
Wenn der Transmitter und die Insulinpumpe mehr als zwei Meter voneinander getrennt sind, ertönt ein Alarmsignal und es erscheint entweder die Nachricht „SIGNAL SCHWACH“ oder „KEIN SENSOR“ auf dem Monitor.

Mit dem MiniMed Paradigm VEO System oder REAL-Time System kann der Patient den Zeitraum selbst einstellen, bevor die Insulinpumpe vor einer fehlerhaften Datenübertragung aus dem kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM) zwischen Transmitter und Insulinpumpe warnt.
Die verzögerte Meldung kann zwischen fünf und 40 Minuten programmiert werden. Die Standardeinstellung beträgt 30 Minuten.


Wenn ich den Bereich von zwei Metern für eine problemlose Datenübertragung verlasse – verliere ich dann meine Daten?
Wenn der Transmitter mehr als zwei Meter von der Insulinpumpe entfernt wird, gilt die Datenübertragung als „außerhalb der Reichweite“. Der Transmitter speichert in diesem Fall automatisch die Werte des kontinuierlichen Glukosemonitorings (CGM) der letzten 40 Minuten, so dass sie in der Insulinpumpe verarbeitet werden können. Wenn Ihr System mehr als 40 Minuten außerhalb der Reichweite ist, erhalten Sie beim Auslesen der gespeicherten Protokolle den Hinweis auf eine „Daten-Lücke“ für die entsprechende Zeitspanne.


Kann ich mit dem Transmitter schwimmen, duschen oder baden?
Glukosesensor und Transmitter sind wasserfest bis zu einer Tiefe von 2,4 m für 30 Minuten und können während des Badens, Schwimmens und Duschens getragen werden. Sie sollten den Sensor und den Transmitter allerdings nicht im heißen Wasser tragen, da das heiße Wasser den Glukosesensor schädigen könnte. Bitte bedenken Sie auch, dass sich das Pflaster im Wasser lösen kann.
Um an Aktivitäten im Wasser teilnehmen zu können, trennen Sie einfach das Infusionsset von der Insulinpumpe. Solange, wie sich der Transmitter innerhalb der Reichweite von zwei Metern befindet, werden weiterhin die Glukosewerte kontinuierlich gemessen und auf dem Monitor der Insulinpumpe angezeigt. Sind Transmitter und Insulinpumpe außerhalb der Rechweite für mehr als 40 Minuten, werden lediglich die Werte der letzten 40 Minuten von der Pumpe verarbeitet. Sie erhalten dann beim Auslesen der gespeicherten Protokolle den Hinweis auf eine „Daten-Lücke“ für die entsprechende Zeitspanne.