Grundlagen der Insulinpumpentherapie

Jeder Mensch benötigt Insulin aus zwei Gründen:


- eine Basismenge Insulin für die Aufrechterhaltung der normalen Körperfunktionen ohne Nahrungsaufnahme (Basalrate)

- einen „Insulinstoß“ vor einer Mahlzeit zur Verwertung der aufgenommenen Nährstoffe (Bolus)

Bei Menschen ohne Diabetes produziert ihre Bauchspeicheldrüse dieses Insulin. Menschen mit Diabetes müssen Insulin jedoch in möglichst gleicher Weise zuführen, in der eine Bauchspeicheldrüse dieses produziert und an den Körper abgibt.

Insulinbedarf
Insulinabgabe der Bauchspeicheldrüse
Bei einer intensivierten Insulintherapie ist durch das Wirkprofil der lang wirkenden Insuline (Basalinsulin) zu bestimmten Zeiten häufig zu viel oder zu wenig Basalinsulin vorhanden. Dies kann zu Hypo- oder Hyperglykämien führen.
ICT

Die Insulinpumpe gibt kontinuierlich kurz wirkendes Insulin als „Basalrate“ zur Grundversorgung ab. Vor einer Mahlzeit können Sie „auf Knopfdruck“ ohne zusätzliche Injektion einen Bolus zur Abdeckung der Kohlenhydrate abgeben.

Bei der Insulinpumpentherapie sind somit – vorausgesetzt, die Basalrate ist korrekt eingestellt – die Insulinversorgung des Grundbedarfs und zu den Mahlzeiten komplett voneinander getrennt.

Die Basalrate lässt sich in Schritten zu 0,025 IE einstellen. Dadurch kann genau an den Grundbedarf angepasst dosiert werden und somit das Risiko von Hypo und Hyperglykämien reduziert werden.