Leben mit einer Pumpe

Diabetes und Ernährung

Den Einfluss der Nahrung auf die Blutzuckerwerte zu verstehen, ist ein wichtiger Teil des Umgangs mit Diabetes. Man muss keine spezielle Diät befolgen, wenn man mit Diabetes lebt, verschiedene Nahrungsmittel können jedoch den Blutzuckerspiegel in unterschiedlichem Ausmaß beeinflussen. Beim Management des Diabetes sind ein Verständnis für die Wirkung von Nahrungsmitteln und regelmäßige Blutzuckermessungen wichtig.
 
Wenn man weiß, welche Nahrungsmittel wie viele  Kohlenhydrate enthalten, ist es einfacher, den Insulinbedarf anzupassen. 

SEITEN HIGHLIGHTS

  • Erfahren Sie mehr über den Einfluss von Kohlenhydraten auf das Diabetes-Management
  • Lesen Sie den Erfahrungsbericht von Pumpennutzerin Fabienne
  • Entdecken Sie, wie eine Insulinpumpe das Diabetes-Management erleichtern kann

Fabienne, Nutzerin einer Insulinpumpe

 

Als bei mir Diabetes festgestellt wurde, lag mein HbA1c bei 11%. Ich begann mit einer Spritzentherapie (ICT) ohne Kohlenhydrate zu zählen. Deshalb musste ich jeden Tag die gleiche Menge an Kohlenhydraten und Gemüse essen. Das war ziemlich langweilig. Als ich dann eine Insulinpumpe bekam, war mir klar, dass meine Einstellung besser als unter der ICT war. Nach drei Monaten hatte ich einen HbA1c von 5,6% erreicht. Nun esse ich normale Mahlzeiten wie jeder andere auch, und wenn ich in ein Restaurant gehe, bestelle ich worauf ich Lust habe. Wenn mein Essen kommt, muss ich nur den benötigten Bolus bestätigen – ohne mich zu spritzen. Meine Pumpe gibt mir auf jeden Fall eine bessere Kontrolle über meinen Diabetes!

- FABIENNE

Nahrungsmittel werden in drei Hauptnährstoffkategorien eingeteilt: Protein (Eiweiß), Fett oder Kohlenhydrate. Davon beeinflussen vor allem die Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel, aber auch Eiweiß und Fett können je nach der zugeführten Menge einen Effekt haben. Bei der Verdauung werden Kohlenhydrate in Glukose (Zucker) umgewandelt. Die Glukose wird in das Blut aufgenommen und verursacht einen Anstieg des Blutzuckers. Wie schnell dieser Anstieg erfolgt, hängt von der Art der Kohlenhydrate, aber auch dem Eiweiß- und Fettanteil in der Mahlzeit ab. Der Körper benötigt  Insulin, um die Glukose aus dem Blut in die Zellen zu leiten  und in Energie umzuwandeln.
 
Wenn man weiß, welche Nahrungsmittel wie viele  Kohlenhydrate enthalten, ist es einfacher, den Insulinbedarf anzupassen. 
 

Welche Nahrungsmittel enthalten Kohlenhydrate?

  • Stärkehaltige Nahrungsmittel: Brot, Cerealien, Reis, Nudeln und andere Getreideprodukte
  • Stärkehaltiges Gemüse: Kartoffeln, Erbsen, Bohnen und Mais
  • Früchte und Fruchtsäfte
  • Milchprodukte 
  • Süßwaren: Honig, Haushaltszucker, Sirup, Desserts (z.B. Götterspeise oder Pudding), Sportgetränke, Kekse, Kuchen und andere Backwaren sowie Eiscreme 

Es gibt zwei Methoden, um Kohlenhydrate zu berechnen:

  • Berechnungs-(Brot-) einheiten (BE) / Kohlenhydrateinheiten (KE):
    Dies sind Schätzeinheiten für den Gehalt an Kohlenhydraten in einem Lebensmittel. Eine BE enthält 12 Gramm, eine KE 10 Gramm Kohlenhydrate. Es stehen verschiedene Tabellen, Bücher oder Informationen im Internet zur Verfügung, in denen angegeben wird, wie viel Gramm oder Stück eines Lebensmittels eine BE oder KE enthält.  
  • Gramm Kohlenhydrate:
    Hierbei wird die genaue Menge an Kohlenhydraten (in Gramm) jeder Mahlzeit berücksichtigt. Diese Angabe findet man auf der Verpackung vieler Lebensmittel oder auch in Nachschlagewerken und Kochbüchern.

    Ernährung und die Berechnung von Kohlenhydraten sind ein wichtiger Bestandteil in der Diabetesschulung. Wenden Sie sich an Ihr Schulungsteam, wenn Sie weitere Informationen benötigen.

Ein Stück Brot ist in Frankreich anders als in den USA oder Nepal. Dank meiner Pumpe kann ich meinen Bolus anpassen, das macht es einfacher.

- DELPHINE

DIE BLUTZCKERWERTE IM GRIFF BEHALTEN

Beim Umgang mit Diabetes müssen viele Faktoren berücksichtigt werden – darunter Blutzuckerkontrolle, Kohlenhydrataufnahme, körperliche Aktivitäten und Insulinbedarf – um eine gute Blutzuckereinstellung sicherzustellen und das Risiko von Folgeerkrankungen zu verringern: Wenn man die Bedürfnisse des Körpers versteht und lernt, wie man den Blutzucker innerhalb des empfohlenen Bereichs hält, ist es möglich, mit dem Diabetes erfolgreich umzugehen. Es kann eine Herausforderung sein, den HbA1c-Zielwert zu erreichen und zu erhalten und gleichzeitig das Risiko von Hypoglykämien zu minimieren.
 

HbA1c: Eine wichtige  Messgröße für die Qualität des Diabetesmanagements sind die durchschnittlichen Blutzuckerwerte der vergangenen zwei bis drei Monate, zur Einschätzung der Blutzuckereinstellung.

Was kann ich also als Typ 1 Diabetiker tun, um meine Einstellung besser im Griff zu haben und Mahlzeiten flexibel zu gestalten?

Diabetes, Ernährung und Insulinpumpen

Essen spielt im Umgang mit Diabetes und bei der Kontrolle der Blutzuckerwerte eine zentrale Rolle. Unter einer Spritzentherapie kann es schwieriger sein, mit verspäteten bzw. ausgelassenen Mahlzeiten oder besonderen Ernährungsformen zurechtzukommen. Mit einer Insulinpumpe kann  das Ernährungsmanagement einfacher und flexibler sein.
 
Eine Insulinpumpe ist ein kleines Gerät, etwa von der Größe eines Mobiltelefons, das einfach an einem Gürtel oder in einer Tasche getragen oder sogar am BH befestigt werden kann.
 
Mit Hilfe einer Insulinpumpe kann die natürliche Freisetzung von Basalinsulin aus der Bauchspeicheldrüse besser nachgeahmt werden, als bei einer Mehrfachspritzentherapie, da die Pumpe tagsüber und nachts  ständig kleine Mengen eines kurz wirkenden Insulins bereitstellt. Zusätzlich wird zu den Mahlzeiten – auf Knopfdruck an der Insulinpumpe – Insulin zur Verwertung der Kohlenhydrate abgegeben.  Dadurch kann die Insulinpumpentherapie die Anpassung des Insulins insbesondere nach dem Essen und während der Nacht erleichtern und so dazu beitragen, eine bessere Blutzuckereinstellung zu erreichen.
 
Klinische Untersuchungen* bestätigen, dass Patienten mit Typ 1 Diabetes aller Altersgruppen, die von einer Spritzentherapie auf eine Insulinpumpentherapie umstellen, von einer besseren Lebensqualität und einer höheren Behandlungszufriedenheit berichten. 

Als ich mit einer Spritzentherapie begann, hatte ich zwei Injektionen eines lang wirkenden Insulins zu festgelegten Zeitpunkten, so dass ich auch am Wochenende früh aufstehen musste. Da ich keine Kohlenhydrate zählte, musste ich jeden Tag die gleiche Menge an Nahrung und Gemüse essen. Das war ziemlich langweilig. Ehrlich gesagt, heute zähle ich Kohlenhydrate und benutze BolusExpert bei meiner Pumpe und kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie ich es vorher gemacht habe! 

- FABIENNE

MiniMed 640G Insulinpumpe am Körper eines Erwachsenen

WIE HILFT DIE MINIMED® 640G INSULINPUMPE BEI DER KONTROLLE DER BLUTZUCKERWERTE?

Die MiniMed® 640G Insulinpumpe ermöglicht eine bessere Blutzuckerkontrolle, da sie in der Lage ist, die Insulinzufuhr anzupassen und so das Risiko von Hyper- und Hypoglykämien zu vermindern. Von diesen Vorteilen können die Nutzer einer Insulinpumpe profitieren:

  • Individuelle Basalrate 
    Mit einer Insulinpumpe wird die Basalrate mit kurzwirksamen Insulin sichergestellt. Dies ermöglicht die Anpassung an den individuellen Insulinbedarf und sichert die Basis für eine normnahe Diabeteseinstellung besser als unter der Mehrfach-Spritzentherapie.
  • Einfachere Dosierung
    Das Berechnen des Insulinbedarfs ist eine komplexe Aufgabe, bei der viele Faktoren bedacht werden müssen. In die MiniMed® 640G integriert ist der BolusExpert®, ein Programm, welches Sie dabei unterstützt, eine exakte Dosierung sicherzustellen. Es berücksichtigt dabei noch im Körper wirkendes „aktives“ Insulin, die aktuellen Blutzuckerwerte, die Kohlenhydratmenge und die persönlichen Einstellungen, um die richtige Bolusinsulindosis festzulegen.
  • Weniger Injektionen
    Präzise Mengen kurz wirkendes Insulin werden während des gesamten Tages durch das Infusionsset abgegeben, das einfach entfernt und alle zwei bis drei Tage ersetzt werden kann.
  • Größere Flexibilität
    Die MiniMed® 640G kann bei sportlichen Aktivitäten, während einer Erkrankung oder zur Abdeckung von Snacks unverzüglich angepasst werden. Statt eine weitere Injektion zu verabreichen, wird dazu nur ein kleiner Knopf gedrückt. Es besteht auch die Möglichkeit, die Basalrate zeitweise (temporär) z.B. beim Sport abzusenken.
  • Mehr Komfort
    Die MiniMed® 640G bietet zusätzlich die Annehmlichkeit eines drahtlos verbundenen Blutzuckermessgerätes. Dieses Messgerät sendet die Blutzuckerwerte automatisch an die Pumpe und ermöglicht so noch genauere Berechnungen durch BolusExpert®. Außerdem speichert sie diese Informationen gemeinsam mit
    der Insulindosis in einem digitalen Tagebuch.

IST EINE INSULINPUMPE DAS RICHTIGE FÜR MICH?

Viele Menschen mit Typ 1 Diabetes könnten von den Vorteilen einer Insulinpumpe profitieren, wissen aber nichts davon. Menschen, die mindestens eine der folgenden Erfahrungen gemacht haben, könnten mit einer Insulinpumpe eine bessere Einstellung erzielen:
 
  • HbA1c-Werte außerhalb des Zielbereichs
  • Probleme beim Management von Hyper- und Hypoglykämien
  • Verminderte Hypoglykämie-Wahrnehmung
  • Angst vor Hypoglykämien, insbesondere nachts
  • Fear of hypoglycaemia, especially at night
  • Sorgen in Bezug auf Folgeerkrankungen
  • Wunsch nach einer größeren Flexibilität im Alltag

Die Blutzuckerwerte lassen sich am besten im Zielbereich halten, wenn sie mindestens viermal pro Tag selbst bestimmt werden und die Therapie anhand der Werte jeweils entsprechend angepasst wird. Die MiniMed® 640G kann zusammen mit BolusExpert® diese Berechnungen und Anpassungen vornehmen und helfen, die Blutzuckereinstellung zu verbessern.

 

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Insulinpumpentherapie und ob diese das Richtige für Sie sein könnte.

ZUSÄTZLICHE MÖGLICHKEITEN MIT DER MINIMED® 640G

Mit der MiniMed® 640G Insulinpumpe können Sie zusätzlich die Option der Kontinuierlichen Glukosemessung (Continuous Glucose Monitoring, CGM) nutzen.

Wird die MiniMed 640G mit CGM genutzt, kann die innovative Funktion SmartGuard® aktiviert werden, die den Einfluss von Hypoglykämien reduzieren kann.* Sinken die Glukosewerte gefährlich weit ab, kann SmartGuard¹ im Voraus berechnen, wie sich Ihre Glukosewert in den nächsten 30 Minuten entwickeln und daraufhin die Insulinabgabe automatisch aussetzen. Wenn sich Ihr Glukosewert wieder erholt hat, schaltet sich die Insulinzufuhr automatisch wieder ein. Dies kann ein großer Vorteil im Vergleich zu einer alleinigen Blutzucker-Selbstmessung sein, da die MiniMed® 640G mit CGM alarmiert, wenn zuvor festgelegt Grenzwerte über- oder unterschritten werden. Außerdem zeigt sie Ihnen die aktuellen Glukosetrends an.

MiniMed® 640G


Diabetesmanagement System

QUELLEN

  • * Quellen und Referenzen sind auf Anfrage erhältlich; bitte kontaktieren Sie Ihren lokalen Medtronic Repräsentanten.

 

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